Elsa Brändström (1888 - 1948)

Die Namensgeberin unserer und vieler anderer Schulen, Straßen und anderer gemeinnütziger Institutionen in Deutschland und Österreich wurde 1888 als Tochter eines schwedischen Militärattachés in Russland geboren und kehrte nach einem Studium in Stockholm nach Sankt Petersburg zurück. Hier erlebte sie den Beginn des Ersten Weltkriegs und meldete sich freiwillig als Militär-Krankenschwester der russischen Armee.

1915 reiste sie für das Schwedische Rote Kreuz nach Sibirien, um dort für die deutschen Kriegsgefangenen in russischem Gewahrsam eine medizinische Grundversorgung einzurichten, schnell wurde sie als „Engel von Sibirien“ in den Gefangenenlagern bekannt.

Auch nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kümmerte sie sich um deutsche Heimkehrer, die Kinder von verstorbenen Kriegsgefangenen und um Kinder von traumatisierten Kriegsgefangenen.

Sie gründete u.a. die Elsa-Brändström-Werbegemeinschaft der Frauen (Fonds für Studiengelder ehemaliger Waisenkinder). Nach Heirat und nach auch aus politischen Gründen erfolgter Um-siedelung in die USA im Jahre 1933 verlegte sie ihre Aktivitäten auf die Flüchtlingshilfe für ankommende Deutsche und Österreicher.

Gegen Kriegsende des Zweiten Weltkrieges begann sie mit einer Hilfsaktion für Not leidende Kinder in Deutschland, woraus schließlich die Organisationen CARE International (Cooperative for American Relief in Europe) und CRALOG (Council of Relief Agencies Licensed for Operation in Germany) entstanden.

Elsa Brändström war bis zu ihrem Lebensende aktiv in vielen von ihr gegründeten Organisationen tätig und starb 1948 in Cambridge, Massachusetts.*

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"Das Einzige, worauf es
ankommt, ist das ständige
Bemühen, den Mitmenschen
das Leben erträglich zu
gestalten und für sie Freude
zu schaffen."**

Quellen:

* u.a. Wikipedia

** drk-schwesternschaft-flensburg.de

*** Bundesarchiv, Bild 183-R06836 / CC-BY-SA

**** http://www.edu.linkoping.se/lokalhistoria/oden/2006/brandstrom.html

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